{"id":13235,"date":"2012-06-27T16:50:53","date_gmt":"2012-06-27T14:50:53","guid":{"rendered":"http:\/\/cms.raumdarstellung.org\/?p=13235"},"modified":"2015-05-09T00:09:39","modified_gmt":"2015-05-08T22:09:39","slug":"1-preis-2012-der-darmstaedter-stiftung-fuer-technologietransfer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/cms.raumdarstellung.org\/?p=13235","title":{"rendered":"1. Preis 2012 der Darmst\u00e4dter Stiftung f\u00fcr Technologietransfer"},"content":{"rendered":"<p>Der in diesem Jahr mit 12.000 Euro dotierte erste Preis der Darmst\u00e4dter Stiftung f\u00fcr Technologietransfer ging an Dipl.-Ing. Oliver Hauck und Dipl.-Ing. Andreas Noback f\u00fcr das bei Prof. Dr. Franziska Lang am Fachgebiet Klassische Arch\u00e4ologie des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt und am von Oliver Hauck geleiteten Frankfurter Institut f\u00fcr Raumdarstellung sowie unter der Leitung von Andreas Noback am Rechnerpool des Fachbereichs Architektur angesiedelte Projekt zur Entwicklung eines neuen Mediums der Ausstellungsarchitektur.<\/p>\n<p>Der Preis wurde vom Stiftungsvorsitzenden Dr. Ohrnberger in diesem Jahr erstmals im Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt \u00fcbergeben. Der zweite Preis ging an Johannes Stegner, Rainer Seehaus und Prof. Ingo Sass vom Fachgebiet Angewandte Geothermie f\u00fcr die Entwicklung eines W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeitsmessger\u00e4tes f\u00fcr Lockergesteine.<\/p>\n<p>Die Darmst\u00e4dter Stiftung f\u00fcr Technologietransfer pr\u00e4mierte ein Projekt, das, wie PD Dr.-Ing. Helge Svenshon vom Fachbereich Architektur in seiner Laudatio betonte, \u201egem\u00e4\u00df ihrer Bestimmung\u201c den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft voran treibt, denn es wird ein an der TU entwickelter Prototyp zu einem Produkt des von Oliver Hauck 2010 ausgegr\u00fcndeten Instituts f\u00fcr Raumdarstellung in Frankfurt am Main weiter entwickelt. Mit dem Preisgeld sollen die hierf\u00fcr erforderlichen Messger\u00e4te und die Entwicklung eines standardisierten, vermarktbaren Verfahrens finanziert werden.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eEin neues Medium f\u00fcr die Ausstellungsarchitektur \u2013 Verfahren zur Darstellung hoch kontrastierender digitaler Bilder in Exponaten\u201c hat zum Ziel, die f\u00fcr die Darstellung des Ausbauzustandes der Hagia Sophia in Istanbul zur Zeit ihrer Erbauung unter Kaiser Justinian im Rahmen der Ausstellung \u201eByzanz \u2013 Pracht und Alltag\u201c in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland entwickelte HDR-Leuchtkastentechnologie zu einem marktf\u00e4higen Produkt f\u00fcr austauschbare bildhafte Darstellungen weiter zu entwickeln.<\/p>\n<p>Bei der Vorstellung des Projektes anl\u00e4sslich der Preisverleihung erl\u00e4uterte Oliver Hauck die Genese des Projektes seit der Arbeit an dem von Prof. Dr. Rudolf H.W. Stichel verantworteten und von der DFG gef\u00f6rderten Projektes \u201eDie Hagia Sophia Justinians in Konstantinopel als Schauplatz weltlicher und geistlicher Inszenierungen in der Sp\u00e4tantike\u201c bis hin zur Anfrage der Bundeskunsthalle, die Forschungsergebnisse der Lichtsimulation in der Ausstellung einem breiten Publikum zu veranschaulichen. Der Erfolg des Exponates in der Ausstellung und die Resonanz der Fachwelt beim 11th International Radiance Workshop 2011 am Fraunhofer Institut f\u00fcr solare Energiesysteme, zu dessen Anlass ein Leuchtkasten von Prof. Rob Shakespeare von der University of Indiana bez\u00fcglich seiner Leuchtdichte vermessen wurde, bewog Oliver Hauck dazu, die Technologie als Produkt f\u00fcr das im Frankfurter Gr\u00fcnderzentrum \u201eMainraum\u201c angesiedelte Institut weiter zu entwickeln, das f\u00fcr Ausstellungen und Pr\u00e4sentationen flexibel eingesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Das Verfahren \u00fcbertrifft in hohem Ma\u00dfe die herk\u00f6mmlichen Darstellungsmittel, wie sie etwa in der Art eines Fotos oder eines Computer generierten Renderings auf herk\u00f6mmlichen Medien derzeit angeboten werden.<\/p>\n<p>Andreas Noback vom Rechnerpool des Fachnereichs Architektur erl\u00e4uterte anschaulich die technischen Aspekte des Verfahrens, das im Bereich der hochkontrastierenden Darstellungen allein durch seine m\u00f6glichen Ausma\u00dfe einmalig ist. Andreas Noback unterstrich zudem, dass das Verfahren in Zukunft erstmalig erlauben soll, Kontraste nicht nur zu erh\u00f6hen \u2013 wie dies etwa bei Dialeuchtk\u00e4sten schon lange m\u00f6glich ist \u2013 sondern dies \u00fcber entsprechende Umwandlungsprofile kontrolliert und wissenschaftlich belastbar zu bewerkstelligen.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen effizienten Workflow von der vorliegenden Hochkontrastbild-Datei (high dynamic range, HDR) zum hinterleuchteten Bild m\u00fcssen mit Hilfe von Luminanzmessungen Druckprofile erstellt werden. Aus der Leuchtdichteverteilung der 32-Bit Datei muss in die Lichtdurchl\u00e4ssigkeit der Druckschichten berechnet und in druckbare Bilddateien umgewandelt werden. Die Leuchtdichteverteilung des Systems muss gemessen und mit derjenigen der Ursprungsdatei abgeglichen werden. Dies f\u00fchrt zu einem \u00f6konomisch vermarktbaren Verfahren.<\/p>\n<p>Dieses Verfahren soll neben den Daten der computergest\u00fctzten Lichtsimulation auch f\u00fcr HDR-Fotografien nutzbar gemacht werden. Dies erfordert ein fotografisches Verfahren, das die Leuchtdichteverteilung im Raum physikalisch korrekt in HDR-Dateien erfasst. Dazu m\u00fcssen handels\u00fcbliche Kameras kalibriert werden.  Beispielhaft soll ein in der Lichtf\u00fchrung interessanter Innenraum mit diesem Verfahren fotografisch dargestellt werden.<\/p>\n<p>Laudator PD Dr. Helge Svenshon bezeichnete es als \u201egro\u00dfen Gl\u00fccksfall\u201c, dass mit den Mitteln der Stiftung ein Produkt weiterentwickelt werden kann, dass dann eine qualifizierte Medialisierung architekonischer R\u00e4ume und Atmosph\u00e4ren verbreiten kann. Er f\u00fchrte dies nicht nur auf die interdisziplin\u00e4re Offenheit in Kombination mit der unbeirrbaren Hartn\u00e4ckigkeit im Verfolgen des Zieles der beiden Preistr\u00e4ger zur\u00fcck, sondern f\u00fchrte diese F\u00e4higkeiten auch auf die Besonderheiten des Architekturstudiums zur\u00fcck, das durch seine F\u00e4chervielfalt \u201eInterdisziplinarit\u00e4t\u201c gewisserma\u00dfen zum Programm macht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der in diesem Jahr mit 12.000 Euro dotierte erste Preis der Darmst\u00e4dter Stiftung f\u00fcr Technologietransfer ging an Dipl.-Ing. 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